Erste Digitale Sammlung der Zeichnungen von Julius Hübner

Vorwiegend aus Privatbesitz sind die ersten 100 Zeichnungen, die wir von Julius Hübner aus unseren umfangreichen Datenbeständen in einer digitalen Zeichenmappe zusammengestellt haben. Es ist erst der Anfang. Hunderte weiterer Zeichnungen warten darauf, in diese digitale Sammlung aufgenommen zu werden.

Klicken Sie einfach auf das Buch:

Zeichnungen Buch Titel cut shadowViel Freude beim Blättern durch das hier zunächst nur grob struktrierte zeichnerische Werk von Julius Hübner. Es lohnt sich, auch wegen der fortlaufenden Ergänzungen regelmäßig hineinzuschauen.

Logo JH Webmuseum1-1

 

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Theatervorhang der 1. Semperoper

Der Vorhang zum 1. Hoftheater Dresden (Semperoper) ist neben dem Fürstenzug eines der beiden Monumentalwerke, deren Anfertigung an Julius Hübner herangetragen wurde.

Vorhang Semperoper von Julius Huebner

Blick in das erste Hoftheater Dresden auf den Vorhang von Julius Hübner – Postkarte um 1842 nach einer kolorierten Radierung von Johann Carl August Richter (1785-1853)

1869 Brand des Ersten Königlichen Hoftheaters Dresden28 Jahre lang war der Vorhang bis zum Brand des Opernhauses 1869 beliebter Blickfang für die Dresdner Opernbesucher.

1882 Vorhang Julius Hübner im Neuen Theater Leipzig - safe

Foto vom Innenraum des Neuen Theaters Leipzig (um 1882) mit dem Vorhang nach dem Dresdner Entwurf von Julius Hübner.

Wenig bekannt ist, dass zur Eröffnung des erneuerten Leipziger Opernhauses am 1. August 1882 eine zweite Fassung dieses Theatervorhangs entstand.

Erstmals kann man sich einen Überblick über alle dazu bekannten Arbeiten verschaffen
– in unserem WebMUSEUM.

Stadtkirche / Frauenkirche Meißen: Christus (1845)

Die systematische Kontaktaufnahme mit den Kirchen, für die Julius Hübner seinerzeit Werke schuf, hat uns ein weiteres Werk wieder sichtbar gemacht. Das Altarbild „Christus auf Wolken stehend über dem Grabe“ für die Frauenkirche (Stadtkirche) in Meißen.

1843 Christus auf Wolken, Frauenkirche Meißen

Julius Hübner | Christus auf Wolken (1845) | Foto: Daniel Bahrmann, Meißen

Ursprünglich hatte der Meißner Künstler Ludwig Haach (1814-1842) den Auftrag für das Gemälde. Da dieser allerdings in Rom verstarb, sprang Julius Hübner – durch Scheinerts Vermittlung – ein und malte das Bild. (Begonnen Juni 43 / übermalt im Juni 44 / beendet im Januar 45 / JH Familienbuch N°39)

Das Altarbild kann derzeit (2014) nicht besichtigt werden, da die Kirche umfassend saniert wird und alle Kunstwerke ausgelagert sind.

Das Foto stammt von dem vorzüglichen Fotografen Daniel Bahrmann, der das Bild noch vor den Restaurierungsarbeiten fotografiert hatte. Er hat uns das Bildnis freundlicherweise zur Verfügung gestellt, so dass wir es hier und demnächst auch in unserem WebMUSEUM zeigen können.

Hier gibt es mehr beeindruckende Bilder über die Sanierung der Frauenkirche von Daniel Bahrmann.

Hier ein Link zur Frauenkirche und dessen Förderverein.

Julius Hübner wurde zum Dank für das „Einspringen“ und dieses damals vielgelobte Gemälde, dessen Honorar er stiftete, Ehrenbürger der Stadt Meißen.

 

webMUSEUM

Auferstehung (1845) in Dommitzsch

Es ist eine der weiteren Wiederentdeckungen in diesem Jahr: Die „Auferstehung“ in der Marienkirche in Dommitzsch (Nordsachsen).

1845 Auferstehung Kirche Dommitzsch 500x807

Julius Hübner | Auferstehung (1845)

Das Werk galt als verschollen, hängt aber seit 1845 in der wunderbar schlichten Marienkirche in Dommitzsch an der Elbe.

Pfarrer Matthias Kopischke öffnete mir auf der Rückreise von Berlin früh morgens seine Kirche für einen Besuch.

Im JHWvz Unter N°43 schreibt Julius Hübner zu seinem Bilde:

Altarbild für Dommitzsch bei Torgau Christus auf Wolken stehend, unten am Grabe die beiden Engel zu den Worten: Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Angefangen nach Emmas Tode, die Zeichnung im März. / untermalt vor Weihnachten 44. / Beendigt zur Ausstellung 45. Aufgestellt im Novbr. in Dommitzsch, Sonntag nach der Todtenfeier. /:Advent 23 Novbr.?:/ Festmahl-Aufenthalt in Pülswerda bei Graf Seydewitz. – Ist recht gut beleuchtet. Preis 500 rth.

 

Heute steht das Werk zwar nicht mehr am Altar, hängt aber an prominenter Stelle im Kirchenschiff. Sehenswert auch der Blick von der Empore auf das Bild.

 

collage

Altarbild (1834) Kirche zu Meseritz (heute Miedzyrzecz, PL)

GEFUNDEN! Auch dieses Werk existiert noch:

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Julius Hübner | Christus und die Evangelisten (1834)

 

Im Werkeverzeichnis schreibt JH dazu unter N°15:
„Altarbild für Meseritz[1] – Christus u. die Evangelisten, bestellt von Herrn Werner, einem wohlhabenden Fabrikanten in Ostrawa /:?:/ der eine Frau aus Meseritz gehabt hatte. Preis 1200 rt. 14 Fuß hoch und etwa 7 Fuß breit.“

Monschau-Schmittmann, S. 265 („Verschollene Gemälde“)

[1] Im 19. Jh. Kreisstadt in der Provinz Posen.
Heute: Miedzyrzecz, Woiwodschaft Lubusz

Schinkel, Chef der Oberbaudeputation, nahm regen Einfluss auf das Bauwerk und regte auch die Beauftragung von Hübner an. Er hat zudem für das Altargemälde von Julius Hübner den Rahmen entworfen: zwei korinthische Pilaster (Wandpfeiler) unter einem von einem Kreuz gekrönten Architrav (auf Säulen ruhender Querbalken).

Mehr dazu demnächst im Webmuseum.

Meseritz Altarbild Postkarte(Postkarte: Kanzel wurde nach 1945 entfernt)

… auf den Hund gekommen ?

1851 Der Hund Ali

Julius Hübner | Der Hund Ali (1851)

Es war etwas in Vergessenheit geraten, dass in der Familie eine Gelegenheitsarbeit von Julius Hübner existiert, die den Hund „Ali“ zeigt. „Unser Hund Ali, lebensgr., vor dem Camin sitzend, à la prima, zu Hause gemalt.“
Der Kamin dürfte den Kennern bekannt vorkommen. Rasch ein Foto, und nun darf Ali im Webmuseum sehen und gesehen werden …

Eine Speisekarte

Entworfen 1850 von JH für einen Wandfries, wurde diese Speisekarte 1870 in “Deutsche Bilderbogen für jung und alt” veröffentlicht. Eines der raren Blätter konnten wir aktuell für unser virtuelles Museum auftreiben.

Speisekarte

Ein Museumskoffer für Emma

Die Museumspädagogen des Museum Georg Schäfer in Schweinfurt planen einen Museumskoffer zum Bildnis von Emma, der beim Besuch von Schulklassen mehr zum Umfeld der dargestellten Emma vermittelt. Eine schöne Idee. So waren wir dem Museum gerne mit Hintergrundinformationen behilflich.

020609-BA 004Emma hängt in der Dauerausstellung und ist ein beliebter Anziehungspunkt. Hin und wieder kommen auch Familienmitglieder (hier 3 Generationen) zu Besuch, wie das Foto von 2002 zeigt …

www.museumgeorgschaefer.de

Werkbeschreibung in unserem webMUSEUM

 

Das Goldene Zeitalter – wiedergefunden auf der Krim

Es ist Touristen zu verdanken, dass sie 2009 in einer Ausstellung im Museum in Simferopol bei einer ganzen Reihe von Werken erkannten, dass diese aus deutschen Beständen stammten. Wie sich – auch bei dem „Goldenen Zeitalter“ von JH herausstellt, handelt es sich um Werke, die als Kriegsverluste deklariert waren.

1848 Das Goldene Zeitalter

[Im Webmuseum]

So ist zu hoffen, dass auch das Bild bei den Unruhen auf der Krim keinen Schaden nimmt und bald Gelegenheit besteht, ihm einen Besuch abzustatten.

Simferopol Kunstmuseum

Jedenfalls ist es das 3. Hauptwerk von Julius Hübner, was damit nach dem Krieg wiederentdeckt werden konnte.

Wallace Window in Ottawa, Illinois

Zufallsfund: Kaum zu glauben, aber Julius 1872 Wallace Window Ottawa ResurrectionHübner entwarf 1872 ein Glasfenster, welches dem Brigadegeneral William Hervey Lamb Wallace von seiner Wittwe Martha Ann Dickey zum Andenken in der Christ Church in Ottawa, Illinois gestiftet wurde.

Es dürfte die einzige Auftragsarbeit in die USA gewesen sein.

Ich habe Gelegenheit, das Fenster im März 2013 zu besichtigen, wenn ich in Chicago sein werde.

 

Nachtrag: Im Familienbuch ist dazu unter N° 144 folgende Information zu finden:

„Carton für ein Glasfenster, welches dem Brigadier William Hervey Lamb Wallace, der in der Schlacht bei Shiloh gegen die Südstaaten Amerika’s fiel, seine Wittwe Martha Ann Dickey ihm zum Andenken in der Christ Church zu Ottawa (Illinois) errichtete. Oben der -/- Auferstandene Christus, darunter der Engel, welcher den Stein vom Grabe hebt, ganz unten eine biographische Andeutung der Lebensmomente des Verstorbenen.

Abgeliefert im Fbr. 1872 u. von der Bestellerin mitgenommen nach Amerika. Die Malerei hat Leinweber u. Eichler in meinem Atelier, Hänsel (Glaser) das Brennen etc. übernommen.

Preis ds ganzen Bildes 55 Liv. Sterl. oder 364 Thlr. “

 

Christ Episcopal Church,ottawa-shadow
113 E. Lafayette St.,
Ottawa (Illinois) USA

Gern hält das Ohr dem Schmeichler still – Karton für Clara Schumann

Fundstück in der neu errichteten Deutschen Digitalen Bibliothek:

Dieses Blatt fertigte Julius Hübner für Clara Schumann als kleines Geschenk. Der Inhalt des Notenblatts ist ein Spaß, der nur vorgibt eine „musikalische Erstlings Composition“ zu sein. Die „Vertonung“ ergibt musikalisch keinen Sinn für eine Umsetzung:

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-1a

Blatt 2

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-2

Blatt3

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-3

Heute gefunden in der Deutschen Digitalen Bibliothek.

Hier mehr Informationen zum Inhalt.

Mehr dazu demnächst auch bei uns im webMUSEUM.

 

Die Kunst der Aufklärung, National Museum of China, Beijing

Heute eröffnet

1. April 2011 bis 31. März 2012

Peking 2012In der Ausstellung mit ca. 450 Exponaten sind von Julius Hübner u.a. „Der Fischerknabe und die Nixe“ (1827/1828) zu sehen.
Konzeption und Organisation der Ausstellung sind das Gemeinschaftswerk der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München in Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Nationalmuseum in Peking.
Die Ausstellung wird maßgeblich durch das Auswärtige Amt finanziert und steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Staatspräsident Hu Jintao und Bundespräsident Christian Wulff.

ZDF Morgenmagazin

Die Wiederentdeckung von „Ruth & Naemi“.

ZDF-morgenmagazin

Morgenmagazin vom 9. April 2008

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Das Gemälde der Nationalgalerie galt bislang als Kriegsverlust. Ein Besucher entdeckte es auf einem Berliner Flohmarkt. Es folgte eine schöne Geschichte, bis es wieder frisch restauriert in der Nationalgalerie Anlass für eine Kabinettausstellung wurde.

Mehr Informationen und Hintergründe auch im webMUSEUM