Düsseldorfer Malerschule und Bendemann im Schwurgericht ?

Freiwillig ein Schwurgericht besuchen? Wer sich dieser Tage in Naumburg darauf einlässt, wird bereits im zentralen Treppenhaus beim Hinaufsteigen – einer Dramaturgie gleich – erst nur des toten Abel und dann nach und nach der einzelnen Figuren des großen Gemäldes „Der Tod Abels“ von Eduard Bendemann gewahr.

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E. Bendemann: „Der Tod Abels“ (1864) Foto: Guido Siebert

Das Gemälde ist Anlaß, Kostproben der Düsseldorfer Malerschule zu den Kunstinteressierten nach Naumburg und Umgebung zu bringen. Eine kreative, naheliegende Idee, die von dem „Kunst in Naumburg e.V.“ und dem Kurator Guido Siebert mit viel Enthusiasmus umgesetzt wurde.Poster

Auch wenn in dieser Düsseldorfer Malerschule kein Julius Hübner vertreten ist, finde ich eine Erwähnung dieser besonderen Ausstellung rund um den Malerkollegen, Schwager und Freund von Julius Hübner in diesem Blog erwähnenswert. Spätestens in dem vielfältigen Rahmenprogramm kommt die enge Verbindung Bendemann – Hübner mannigfach zum Tragen.

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Bendemann erklärt Bendemann Foto: Guido Siebert

Ein Vortrag von Michaela von Bendemann über ihren Vorfahren war eines der gut besuchten Highlights.

Noch bis zum 30. August 2015 ist diese ungewöhnliche Ausstellung mit Gemälden der Düsseldorfer Malerschule und Studien-Zeichnungen von Eduard Bendemann zu seinem Monumentalgemälde „Der Tod Abels“ im Naumburger Schwurgericht zu sehen. Ein umfassender, wertiger Katalog lädt zur anschließenden Vertiefung ein.

Hingehen und zugleich Naumburg entdecken.

http://www.brudermord-im-schwurgericht.de

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Weltklasse – Die Düsseldorfer Malerschule

Heute eröffnet:

24.09.2011 – 22.01.2012
Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Weltklasse – Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

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In drei Galerien werden auf einer Ausstellungsfläche von 2300 qm bedeutende Kunstwerke aus dem eigenen Bestand sowie international renommierten Sammlungen gezeigt. Darunter auch eine seit Jahrzehnten nie dagewesene Anzahl von Werken von und auch mit Julius Hübner.

Ein beeindruckender Katalog in 2 Bänden ist dazu im Imhof Verlag erschienen (Ausstellungspreis € 49,-).
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Auswärtigen, Guido Westerwelle, und des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika, Philip D. Murphy.

Nationalgalerie Berlin: Verlust und Wiederkehr

Fr 10. Dezember 2010 – So 6. März 2011

Ausstellung in der Alten Nationalgalerie, Berlin

VerlustWiederkehr_198e-1Verlorene und zurückgewonnene Werke der Nationalgalerie
Weit über 800 Werke sind im Laufe des Zweiten Weltkriegs aus der Sammlung der Nationalgalerie tragischerweise verloren gegangen. Fast 600 Gemälde davon stammten aus dem 19. Jahrhundert. Diese Zahl entspricht etwa einem Drittel des heutigen Bestandes der Alten Nationalgalerie. In der jüngeren Vergangenheit tauchten immer häufiger Kunstwerke, die bis dahin als unauffindbar galten, wieder überraschend im Kunsthandel auf und konnten glücklicherweise für die Nationalgalerie zurückgewonnen werden.
Unter diesen Rückerwerbungen waren Meisterwerke von Künstlern wie Carl Blechen, Wilhelm Ahlborn, Ferdinand Waldmüller, Johann Erdmann Hummel und Julius Hübner. Die heimgekehrten Gemälde werden nun ab Dezember im Rahmen einer Kabinettausstellung in der Alten Nationalgalerie der Öffentlichkeit präsentiert. Da „Kriegsverluste“ ein vielfach diskutiertes und hochaktuelles Thema sind, wird die Ausstellung zudem von einem dokumentarischen Teil ergänzt: Bestandslisten, Auslagerungslisten, Leihvorgänge mit Institutionen und Vorkriegs-Fotos aus den Archivbeständen der Staatlichen Museen zu Berlin sollen Einblicke in die spannende „Biographie“ einiger verlorener Kunstwerke geben.

Nationalgalerie Berlin: “Kriegsverloren und wiedergewonnen”

Julius Hübners „Ruth und Naemi“

von: 29.02.2008 bis: 12.05.2008

RuthundNaemi-unrestauriertAnlass der Ausstellung ist das wiedergefundene und nun restaurierte Gemälde „Ruth und Naemi“ von Julius Hübner (1806-1882). Seit 1945 galt das Gemälde als Kriegsverlust. Erst 2005 wurde es auf einem Berliner Flohmarkt entdeckt und an die Nationalgalerie zurückgegeben (ZDF Beitrag).

Das von Amelie von Hoff frisch restaurierte Werk wird räumlich wie argumentativ im Mittelpunkt dieser Kabinettausstellung stehen. Julius Hübner, dessen Name heute allenfalls noch im Zusammenhang mit der Düsseldorfer Malerschule bekannt ist, wird mit einer Werkauswahl vorgestellt. In einer zweiten Abteilung wird die Entstehungsgeschichte des Bildes sowie dessen Rezeption in der Kunst des 19. Jahrhunderts aufgezeigt.

Durch eine Fotodokumentation der Restaurierung wird zudem ein wesentlicher Arbeitsprozess im Museumsumfeld nachvollziehbar, der Besuchern sonst verborgen bleibt.

Diese Kabinettausstellung war auch Anlass zu einer Zusammenkunft zahlreicher Nachfahren von Julius Hübner zu einem gemeinsamen Ausstellungsbesuch.

Julius Hübner auf der Mathildenhöhe Darmstadt

22.7.-9.9.1979 Die Düsseldorfer Malerschule zu einem Abstecher auf der Mathildenhöhe in Darmstadt.

1979 Sticker

Dieser Sticker war jahrelang Zierde an Mutter Hübners Auto 😉

Eine Umfassende Werkschau der Düsseldorfer Malerschule; zunächst in Düsseldorf, dann in Darmstadt. Darin von Hübner zu sehen:
Die beiden wichtigen Werke: „Jung Düsseldorf“ (1839) und Pauline Hübner (1829)
Mehr dazu in unserem webMUSEUM.

Ausstellung 1883 in Berlin: Gedächtnisausstellung Julius Hübner

Eine umfangreiche Werkschau im Verein Berliner Künstler, Kommandantenstraße 77-79, Berlin, zusammengestellt von Julius Hübners Sohn Eduard Hübner.

Katalog: 1883 Titel Katalog Gedächtnisausstellung JH im Verein Berliner Künstler

Ausstellung des Vereins Berliner Künstler zu Berlin.
„Werke von Julius Hübner (1806-1882).
Mit einer Einleitung von Eduard Hübner.
Gedächtnisausstellung zu Ehren des Künstlers.
Berlin 1883
Ernst Siegfried Mittler & Sohn,
Königliche Hofbuchhandlung.

 

(Die Räume der Nationalgalerie standen wegen der XVI Sonderausstellung und der anschließenden Aufnahme der in den königlichen Besitz übergegangenen Raczynskischen Gemäldegalerie nicht zur Verfügung.)

 

webMUSEUM

 

Ausstellung 1883 in Hübners Atelier

„Julius Hübner“
Ausstellung (8.1.1883) im Canalettosaal (Hübners letztes Atelier) auf der Brühl’schen Terrasse
„Zum Besten des Künstlerunterstützungsvereins“.

Ein Katalog zur Ausstellung gab es nicht. Die Ausstellung zeigte ein breites Spektrum seines Schaffens, der Schwerpukt lag aber auf den Handzeichnungen.

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