Julius Hübner im Nationalmuseum Warschau

Heute Post aus Warschau. Unsere internationalen Recherchen in den Museen bringen nach und nach weitere Werke von Julius Hübner zum Vorschein. Heute 12 Zeichnungen aus dem Nationalmuseum Warschau, darunter eines der ganz frühen Selbstportraits. Sie stammen ursprünglich tlw. aus dem Schlesischen Museum für bildende Künste, Breslau.

Hier zeigen wir eine erste Übersicht. Eine detaiilierte Abbildung und Vorstellung jeder einzelnen Zeichnung folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

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Folie1

Wir danken dem Muzeum Narodowe w Warszawie für die Bereitstellung dieser Abbildungen.

Weitere Zeichnungen von Julius Hübner finden Sie in unserer Zeichenmappe.

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Das große Familien-Triptychon – im WEBmuseum

Familientryptichon im WEBmuseum

Im Zeitraum von acht Jahren entstand sukzessive das Triptychon, in dem Julius Hübner seine gesamte Familie mit seinen sechs Kindern lebensgroß „ins Bild setzte“. Er muss schon zu Beginn eine genaue Vorstellung davon gehabt haben, wie die drei Bildteile später eine Einheit werden. Offenbar war die Geburt des letzten Kindes Martin 1846 Anlass, das 1842 begonnene Werk nunmehr zu vollenden.

1846 Fanny und Franz - Vorstudie zum Triptychon

Studie zum Triptychon

Diese Momentaufnahme der gesamten Familie Hübner ist jetzt mit deutlich besseren Abbildungen, umfassenden Erläuterungen und den verfügbaren Entwürfen im WEBmuseum Julius Hübner aktualisiert worden. Ein Besuch lohnt sich.  ( ZUM FAMILIENTRIPTYCHON )

WEBmuseum

Theatervorhang der 1. Semperoper

Der Vorhang zum 1. Hoftheater Dresden (Semperoper) ist neben dem Fürstenzug eines der beiden Monumentalwerke, deren Anfertigung an Julius Hübner herangetragen wurde.

Vorhang Semperoper von Julius Huebner

Blick in das erste Hoftheater Dresden auf den Vorhang von Julius Hübner – Postkarte um 1842 nach einer kolorierten Radierung von Johann Carl August Richter (1785-1853)

1869 Brand des Ersten Königlichen Hoftheaters Dresden28 Jahre lang war der Vorhang bis zum Brand des Opernhauses 1869 beliebter Blickfang für die Dresdner Opernbesucher.

1882 Vorhang Julius Hübner im Neuen Theater Leipzig - safe

Foto vom Innenraum des Neuen Theaters Leipzig (um 1882) mit dem Vorhang nach dem Dresdner Entwurf von Julius Hübner.

Wenig bekannt ist, dass zur Eröffnung des erneuerten Leipziger Opernhauses am 1. August 1882 eine zweite Fassung dieses Theatervorhangs entstand.

Erstmals kann man sich einen Überblick über alle dazu bekannten Arbeiten verschaffen
– in unserem WebMUSEUM.

„Käthe Kruse“ aktuell in der ARD

… der Film endet 1925 … und so ging es – auf Julius Hübner bezogen – weiter:
Käthe Kruse Puppen wurden ab 1928 statt mit aufgemalten mit echten Haaren gefertigt. Und sie wurden von da an auch als große Schaufensterpuppen hergestellt. Der Auslöser:

1928 erhielt Käthe Kruse vom Kaufhaus Oberpollinger in München den Auftrag, zum Muttertag „Schaufensterdecorationsbilder“ anzufertigen. Es waren lebensgroße „Kinderszenen aus vier Ländern“ nach Gemälden von bekannten Künstlern zu stellen. Das Englische Kind (Reynolds “Alter der Unschuld”), Das Spanische Kind (Velazquez: Infantin Margeretha im Alter von 3 Jahren”) Das Italienische Kind (Tizian: Töchterchen des Roberto Strozzi) und Das Deutsche Kind (Hübner: Des Künstlers Tochter Emma).
Emma Hübner auf dem Gemälde „Des Künstlers Tochter“ von Julius Hübner (1834) war die Vorlage für Käthe Kruses „Deutsches Kind“ oder die „Puppe8“. Käthe Kruse, die sich diese Vorlage ausgewählt hatte, musste in Anbetracht des Zopf flechtenden Mädchens von ihrer Überzeugung für bemalte Porzellanköpfe abweichen und spendierte ihren Puppen von da an handgeknüpfte Echthaarperücken.

Emma und Puppe8

li: Original von J. Hübner (1834) | re: Nachgestellte Szene von Käthe Kruse (1928)

Wie eine dieser ersten Käthe Kruse Puppen aussahen, die der Familie Hübner von Käthe Kruse zum Dank für die Mitarbeit geschenkt wurde, entdeckten wir erst neulich auf einem alten Foto (s.u.).

Mehr über die Geschichte in unserem webMUSEUM.

Erste Käthe Kruse

Erste Käthe Kruse „Puppe8“ bei Familie Hübner (1929)

Der Schadowkreis in der Dauerausstellung Kunstpalast Düsseldorf

Das nach einer Idee von Julius Hübner auf der Romreise entstandene Kollektivgemälde „Der Schadowkreis – Die Familie Bendemann und ihre Freunde“ (um 1832) vom Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld wurde als Dauerleihgabe in die ständige Ausstellung des Museum Kunstpalast Düsseldorf gegeben.

Hier kann es nunmehr unter den Repräsentanten der Düsseldorfer Malerschule an prominenter Stelle besichtigt werden. Ich habe eine Geschäftsreise für einen Kurzbesuch genutzt.

Bendemann, Mädchen am Brunnen (1833)

Bendemann, Mädchen am Brunnen (1833)

Schön die Blickachse hin zu Bendemanns Bild aus dem selben Zeitraum.

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Wer erfahren möchte, wer auf dem Gemälde wen malte, der findet die Lösung in unserem WEBmuseum, indem er mit der Mouse auf die jeweils dargestellte Person fährt.

Schon gewusst: Julius Hübner wurde auf den Tag genau 50 Jahre nach Mozart geboren.

Frohe Weihnachten !

Wir wünschen allen Freunden von Julius Hübner ein Frohes Weihnachtsfest mit seinem Tannenbaum!

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Autograph (1856) von Julius Hübner an Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, der Lebensgefährtin von Franz Liszt.

Wir untermalen diesen Wunsch mit der Illustration eines Weihnachtsbriefes von Julius Hübner, den er 1856 an Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, geb. v. Iwanowska, der Lebensgefährtin von Franz Liszt richtete.
Mittelpunkt des Briefes sind zwei große Zeichnungen „Carl und Friedrich“, die er im Januar 1856 nach seinen beiden Oelgemälden (Carl V. in Juste und Friedrich der Große) in ihrem Auftrag für sie angefertigt hatte.

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Julius Hübner: Carl V im Kloster San Yuste und Friedrich II in Sanssouci (Oelgemälde von 1855) Klassik Stiftung Weimar

Diese beiden Zeichnungen sind von ihm im Tannenbaum erkennbar angedeutet worden.

Dieser Autograph wurde uns von einem privaten Sammler in diesen Wochen angeboten. Wir freuen uns, dass er nun rechtzeitig zu Weihnachten Bestandteil unserer Sammlung ist.

webMUSEUM

 

Einmal in Emmas Kleid schlüpfen – Tolle Idee für Kinder im Museum

Kindern Kunst näher bringen – das macht diese Tage das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt auf originelle Art und Weise.

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Emmas Kleid: Museumspädagogin Birgit Höhl vor dem Gemälde von Julius Hübner und dem Kleid, das Schülerinnen geschneidert haben. (Foto: Josef Lamber) – Mit freundlicher Genehmigung der Main-Post.

Man nehme: Eine gute Idee, das Bildnis von Emma Hübner, 1834 gemalt von Julius Hübner, motivierte Schülerinnen der zwölften Klasse der Maria-Theresia-Berufsfachschule und rekonstruiere im Nähkurs die Kleidung der damaligen Zeit – zum anfassen und anprobieren. Motto: „Einmal in Emmas Kleid schlüpfen“

Mitmachbuch Titel

Mein Museum Georg Schäfer – Ein Mal- und Mitmachbuch

Die MAIN-POST hat hierüber soeben berichtet.  Kuratorin Dr. Karin Rhein und ihr Team haben neben Hübners Emma auch Werke von Spitzweg, Corinth oder von Stuck in das Konzept für Kinder einbezogen.

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Dazu ist soeben das „Mal- und Mitmachbuch“ herausgekommen, das die Kinder bereits mit großer Begeisterung aufgenommen haben. Es ist im Kunstbuchcafé des Museums und in Kürze auch im Handel erhältlich.

Mehr zu Emma hier im Blog und in unserem webMUSEUM.

 

Stadtkirche / Frauenkirche Meißen: Christus (1845)

Die systematische Kontaktaufnahme mit den Kirchen, für die Julius Hübner seinerzeit Werke schuf, hat uns ein weiteres Werk wieder sichtbar gemacht. Das Altarbild „Christus auf Wolken stehend über dem Grabe“ für die Frauenkirche (Stadtkirche) in Meißen.

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Julius Hübner | Christus auf Wolken (1845) | Foto: Daniel Bahrmann, Meißen

Ursprünglich hatte der Meißner Künstler Ludwig Haach (1814-1842) den Auftrag für das Gemälde. Da dieser allerdings in Rom verstarb, sprang Julius Hübner – durch Scheinerts Vermittlung – ein und malte das Bild. (Begonnen Juni 43 / übermalt im Juni 44 / beendet im Januar 45 / JH Familienbuch N°39)

Das Altarbild kann derzeit (2014) nicht besichtigt werden, da die Kirche umfassend saniert wird und alle Kunstwerke ausgelagert sind.

Das Foto stammt von dem vorzüglichen Fotografen Daniel Bahrmann, der das Bild noch vor den Restaurierungsarbeiten fotografiert hatte. Er hat uns das Bildnis freundlicherweise zur Verfügung gestellt, so dass wir es hier und demnächst auch in unserem WebMUSEUM zeigen können.

Hier gibt es mehr beeindruckende Bilder über die Sanierung der Frauenkirche von Daniel Bahrmann.

Hier ein Link zur Frauenkirche und dessen Förderverein.

Julius Hübner wurde zum Dank für das „Einspringen“ und dieses damals vielgelobte Gemälde, dessen Honorar er stiftete, Ehrenbürger der Stadt Meißen.

 

webMUSEUM

Auferstehung (1845) in Dommitzsch

Es ist eine der weiteren Wiederentdeckungen in diesem Jahr: Die „Auferstehung“ in der Marienkirche in Dommitzsch (Nordsachsen).

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Julius Hübner | Auferstehung (1845)

Das Werk galt als verschollen, hängt aber seit 1845 in der wunderbar schlichten Marienkirche in Dommitzsch an der Elbe.

Pfarrer Matthias Kopischke öffnete mir auf der Rückreise von Berlin früh morgens seine Kirche für einen Besuch.

Im JHWvz Unter N°43 schreibt Julius Hübner zu seinem Bilde:

Altarbild für Dommitzsch bei Torgau Christus auf Wolken stehend, unten am Grabe die beiden Engel zu den Worten: Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Angefangen nach Emmas Tode, die Zeichnung im März. / untermalt vor Weihnachten 44. / Beendigt zur Ausstellung 45. Aufgestellt im Novbr. in Dommitzsch, Sonntag nach der Todtenfeier. /:Advent 23 Novbr.?:/ Festmahl-Aufenthalt in Pülswerda bei Graf Seydewitz. – Ist recht gut beleuchtet. Preis 500 rth.

 

Heute steht das Werk zwar nicht mehr am Altar, hängt aber an prominenter Stelle im Kirchenschiff. Sehenswert auch der Blick von der Empore auf das Bild.

 

collage

Clara Schumann: Komposition für Hübners

SCHON GEHÖRT ?

Clara Wieck-Schumann (1819-1896), Ehefrau von Robert Schumann, komponierte ihr letztes Werk “für ihre Freunde Julius und Pauline Hübner zur Goldenen Hochzeit”.

Marsch in Es-Dur (1879) Original für Klavier zu vier Händen.

Schumann-Clara Marsch Es-Dur Cover - Kopie

 

Ohne Opuszahl
Tempo: lebendig
Dauer: 6 Min.

Als Julius und Pauline Hübner 1879 ihre Goldene Hochzeit feiern konnten, „war guter Rath teuer“, was Clara Schumann ihnen schenken sollte, doch dann hatte ihre Tochter Marie die Idee, die Mutter solle einen Marsch komponieren und darin Robert Schumanns Duett „Großvater und Großmutter“ anbringen. So entstand nach mehr als 20jähriger Pause Clara Schumanns allerletzte Komposition, ihr Marsch in Es-Dur für Klavier zu vier Händen, der erst 1996 von Gerd Nauhaus publiziert wurde. Die zweihändige Fassung, die Clara ihrer Tochter Elise schenkte, ist hingegen bis heute unveröffentlicht geblieben. Clara widmete den Marsch, in dem sich auch Anklänge an Schumanns „Manfred“ finden, „Den lieben Freunden Julius und Pauline Hübner als Festgruß zum 21 Mai 1879“. Julius Hübner sandte Clara ein warmes Dankschreiben samt einem gedruckten Gedicht „Der neue Polykrates“.
Text: Schumann Portal

Mehr dazu auch im webMUSEUM.

 

Altarbild (1834) Kirche zu Meseritz (heute Miedzyrzecz, PL)

GEFUNDEN! Auch dieses Werk existiert noch:

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Julius Hübner | Christus und die Evangelisten (1834)

 

Im Werkeverzeichnis schreibt JH dazu unter N°15:
„Altarbild für Meseritz[1] – Christus u. die Evangelisten, bestellt von Herrn Werner, einem wohlhabenden Fabrikanten in Ostrawa /:?:/ der eine Frau aus Meseritz gehabt hatte. Preis 1200 rt. 14 Fuß hoch und etwa 7 Fuß breit.“

Monschau-Schmittmann, S. 265 („Verschollene Gemälde“)

[1] Im 19. Jh. Kreisstadt in der Provinz Posen.
Heute: Miedzyrzecz, Woiwodschaft Lubusz

Schinkel, Chef der Oberbaudeputation, nahm regen Einfluss auf das Bauwerk und regte auch die Beauftragung von Hübner an. Er hat zudem für das Altargemälde von Julius Hübner den Rahmen entworfen: zwei korinthische Pilaster (Wandpfeiler) unter einem von einem Kreuz gekrönten Architrav (auf Säulen ruhender Querbalken).

Mehr dazu demnächst im Webmuseum.

Meseritz Altarbild Postkarte(Postkarte: Kanzel wurde nach 1945 entfernt)

Werkverzeichnis vollständig übertragen

Es ist vollbracht. Dr. Friedrich Hübner aus Kiel hat in mühevoller Arbeit aus JHs handschriftlichem „Familienbuch“ die Übersicht „Meine Arbeiten“ wissenschaftlich exakt übertragen. Es ist eine Fundgrube von wichtigen Zusatzinformationen zu den wesentlichen Werken, die damit allen Interessierten als Primärquelle zur Verfügung stehen.

Ein Personenregister der darin Genannten rundet das Verzeichnis ab.

Das Werkeverzeichnis kann ab sofort bei uns bezogen werden.

Werkeverzeichnis und Personenrgister JH

In einem nächsten Schritt werden die relevanten Zusatzverzeichnisse und Kataloge ausgewertet, um endlich einen Gesamtüberblick aller Werke von Julius Hübner zu erlangen und das Webmuseum weiter auszubauen.

… auf den Hund gekommen ?

1851 Der Hund Ali

Julius Hübner | Der Hund Ali (1851)

Es war etwas in Vergessenheit geraten, dass in der Familie eine Gelegenheitsarbeit von Julius Hübner existiert, die den Hund „Ali“ zeigt. „Unser Hund Ali, lebensgr., vor dem Camin sitzend, à la prima, zu Hause gemalt.“
Der Kamin dürfte den Kennern bekannt vorkommen. Rasch ein Foto, und nun darf Ali im Webmuseum sehen und gesehen werden …

Eine Speisekarte

Entworfen 1850 von JH für einen Wandfries, wurde diese Speisekarte 1870 in “Deutsche Bilderbogen für jung und alt” veröffentlicht. Eines der raren Blätter konnten wir aktuell für unser virtuelles Museum auftreiben.

Speisekarte

Warum haben Käthe Kruse Puppen seit 1928 echte Haare?

… weil Emma Hübner auf dem Gemälde „Des Künstlers Tochter“ von Julius Hübner (1834) die Vorlage für Käthe Kruses „Deutsches Kind“ oder die „Puppe8“ war. Käthe Kruse, die sich diese Vorlage ausgewählt hatte, musste in Anbetracht des Zopf flechtenden Mädchens von ihrer Überzeugung für Porzellanköpfe abweichen und spendierte ihren Puppen von da an handgeknüpfte Echthaarperücken.

Emma und Puppe8

li: Original von J. Hübner (1834) | re: Nachgestellte Szene von Käthe Kruse (1928)

Wie eine dieser ersten Käthe Kruse Puppen im Kreise der Familie Hübner aussahen, entdeckten wir erst neulich auf einem alten Foto (s.u.).

Mehr über die Geschichte in unserem webMUSEUM.

Erste Käthe Kruse "Puppe8" bei Familie Hübner (1929)

Erste Käthe Kruse „Puppe8“ bei Familie Hübner (1929)

 

Ein Museumskoffer für Emma

Die Museumspädagogen des Museum Georg Schäfer in Schweinfurt planen einen Museumskoffer zum Bildnis von Emma, der beim Besuch von Schulklassen mehr zum Umfeld der dargestellten Emma vermittelt. Eine schöne Idee. So waren wir dem Museum gerne mit Hintergrundinformationen behilflich.

020609-BA 004Emma hängt in der Dauerausstellung und ist ein beliebter Anziehungspunkt. Hin und wieder kommen auch Familienmitglieder (hier 3 Generationen) zu Besuch, wie das Foto von 2002 zeigt …

www.museumgeorgschaefer.de

Werkbeschreibung in unserem webMUSEUM

 

Das Goldene Zeitalter – wiedergefunden auf der Krim

Es ist Touristen zu verdanken, dass sie 2009 in einer Ausstellung im Museum in Simferopol bei einer ganzen Reihe von Werken erkannten, dass diese aus deutschen Beständen stammten. Wie sich – auch bei dem „Goldenen Zeitalter“ von JH herausstellt, handelt es sich um Werke, die als Kriegsverluste deklariert waren.

1848 Das Goldene Zeitalter

[Im Webmuseum]

So ist zu hoffen, dass auch das Bild bei den Unruhen auf der Krim keinen Schaden nimmt und bald Gelegenheit besteht, ihm einen Besuch abzustatten.

Simferopol Kunstmuseum

Jedenfalls ist es das 3. Hauptwerk von Julius Hübner, was damit nach dem Krieg wiederentdeckt werden konnte.

Wallace Window in Ottawa, Illinois

Zufallsfund: Kaum zu glauben, aber Julius 1872 Wallace Window Ottawa ResurrectionHübner entwarf 1872 ein Glasfenster, welches dem Brigadegeneral William Hervey Lamb Wallace von seiner Wittwe Martha Ann Dickey zum Andenken in der Christ Church in Ottawa, Illinois gestiftet wurde.

Es dürfte die einzige Auftragsarbeit in die USA gewesen sein.

Ich habe Gelegenheit, das Fenster im März 2013 zu besichtigen, wenn ich in Chicago sein werde.

 

Nachtrag: Im Familienbuch ist dazu unter N° 144 folgende Information zu finden:

„Carton für ein Glasfenster, welches dem Brigadier William Hervey Lamb Wallace, der in der Schlacht bei Shiloh gegen die Südstaaten Amerika’s fiel, seine Wittwe Martha Ann Dickey ihm zum Andenken in der Christ Church zu Ottawa (Illinois) errichtete. Oben der -/- Auferstandene Christus, darunter der Engel, welcher den Stein vom Grabe hebt, ganz unten eine biographische Andeutung der Lebensmomente des Verstorbenen.

Abgeliefert im Fbr. 1872 u. von der Bestellerin mitgenommen nach Amerika. Die Malerei hat Leinweber u. Eichler in meinem Atelier, Hänsel (Glaser) das Brennen etc. übernommen.

Preis ds ganzen Bildes 55 Liv. Sterl. oder 364 Thlr. “

 

Christ Episcopal Church,ottawa-shadow
113 E. Lafayette St.,
Ottawa (Illinois) USA

Gern hält das Ohr dem Schmeichler still – Karton für Clara Schumann

Fundstück in der neu errichteten Deutschen Digitalen Bibliothek:

Dieses Blatt fertigte Julius Hübner für Clara Schumann als kleines Geschenk. Der Inhalt des Notenblatts ist ein Spaß, der nur vorgibt eine „musikalische Erstlings Composition“ zu sein. Die „Vertonung“ ergibt musikalisch keinen Sinn für eine Umsetzung:

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-1a

Blatt 2

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-2

Blatt3

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-3

Heute gefunden in der Deutschen Digitalen Bibliothek.

Hier mehr Informationen zum Inhalt.

Mehr dazu demnächst auch bei uns im webMUSEUM.

 

Todestag von Julius Hübner (1806-1882)

Vor 130 Jahren, am Di. 7.11.1882, verstarb Julius Hübner mit 76 Jahren an einer Rippenfellentzündung in seinem Haus in Dresden Loschwitz. Beigesetzt wurde er am 10. November d.J. auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden. Die Rede am Sarg in der Parentationshalle hielt Oberhofprediger Dr, Kohlschütter, der die Familie Hübner stets bei diesen Anlässen begleitete.
Das Grab war eine 3 Gräber umfassende Familiengrabstätte in der Reihe 3 in Abt. 4R, in der zunächst die 1875 verstorbene Tochter Fanny (Hübners 4. Kind) in der Mitte begraben wurde und dann links von ihr 1882 Julius Hübner und rechts von ihr 1894 ihre Mutter Pauline. Das Beerdigungsbuch vermerkt, dass es sich um eine „Monumentenstelle“ gehandelt hat. Die Famliengrabstätte existiert aus unerfindlichen Gründen bedauerlicherweise heute nicht mehr und wurde eingeebnet. Es wäre begrüßenswert, wenn Dresden hier zum Beispiel durch eine einfache Tafel die Stelle wieder kenntlich machen würde, wie es z.B. in Weimar gehandhabt wird.
CollageGefunden hat sich allerdings Fannys Grabkreuz, das mit anderen „Metallstücken“ nach der Auflösung der Grabstelle wenig sachgemäß eingelagert wurde. Der Friedhofsleiter ließ es restaurieren und gut sichtbar im Eingangsbereich des Johannisfriedhofs wieder aufstellen.
(Alle Informationen / Fotos verdanken wir Dr. Sigrid Schulz-Beer, Dresden)

webMUSEUM

 

Weltklasse – Die Düsseldorfer Malerschule

Heute eröffnet:

24.09.2011 – 22.01.2012
Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Weltklasse – Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

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In drei Galerien werden auf einer Ausstellungsfläche von 2300 qm bedeutende Kunstwerke aus dem eigenen Bestand sowie international renommierten Sammlungen gezeigt. Darunter auch eine seit Jahrzehnten nie dagewesene Anzahl von Werken von und auch mit Julius Hübner.

Ein beeindruckender Katalog in 2 Bänden ist dazu im Imhof Verlag erschienen (Ausstellungspreis € 49,-).
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Auswärtigen, Guido Westerwelle, und des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika, Philip D. Murphy.

Die Kunst der Aufklärung, National Museum of China, Beijing

Heute eröffnet

1. April 2011 bis 31. März 2012

Peking 2012In der Ausstellung mit ca. 450 Exponaten sind von Julius Hübner u.a. „Der Fischerknabe und die Nixe“ (1827/1828) zu sehen.
Konzeption und Organisation der Ausstellung sind das Gemeinschaftswerk der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München in Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Nationalmuseum in Peking.
Die Ausstellung wird maßgeblich durch das Auswärtige Amt finanziert und steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Staatspräsident Hu Jintao und Bundespräsident Christian Wulff.

Nationalgalerie Berlin: Verlust und Wiederkehr

Fr 10. Dezember 2010 – So 6. März 2011

Ausstellung in der Alten Nationalgalerie, Berlin

VerlustWiederkehr_198e-1Verlorene und zurückgewonnene Werke der Nationalgalerie
Weit über 800 Werke sind im Laufe des Zweiten Weltkriegs aus der Sammlung der Nationalgalerie tragischerweise verloren gegangen. Fast 600 Gemälde davon stammten aus dem 19. Jahrhundert. Diese Zahl entspricht etwa einem Drittel des heutigen Bestandes der Alten Nationalgalerie. In der jüngeren Vergangenheit tauchten immer häufiger Kunstwerke, die bis dahin als unauffindbar galten, wieder überraschend im Kunsthandel auf und konnten glücklicherweise für die Nationalgalerie zurückgewonnen werden.
Unter diesen Rückerwerbungen waren Meisterwerke von Künstlern wie Carl Blechen, Wilhelm Ahlborn, Ferdinand Waldmüller, Johann Erdmann Hummel und Julius Hübner. Die heimgekehrten Gemälde werden nun ab Dezember im Rahmen einer Kabinettausstellung in der Alten Nationalgalerie der Öffentlichkeit präsentiert. Da „Kriegsverluste“ ein vielfach diskutiertes und hochaktuelles Thema sind, wird die Ausstellung zudem von einem dokumentarischen Teil ergänzt: Bestandslisten, Auslagerungslisten, Leihvorgänge mit Institutionen und Vorkriegs-Fotos aus den Archivbeständen der Staatlichen Museen zu Berlin sollen Einblicke in die spannende „Biographie“ einiger verlorener Kunstwerke geben.

ZDF Morgenmagazin

Die Wiederentdeckung von „Ruth & Naemi“.

ZDF-morgenmagazin

Morgenmagazin vom 9. April 2008

Video abspielen

Das Gemälde der Nationalgalerie galt bislang als Kriegsverlust. Ein Besucher entdeckte es auf einem Berliner Flohmarkt. Es folgte eine schöne Geschichte, bis es wieder frisch restauriert in der Nationalgalerie Anlass für eine Kabinettausstellung wurde.

Mehr Informationen und Hintergründe auch im webMUSEUM

Nationalgalerie Berlin: “Kriegsverloren und wiedergewonnen”

Julius Hübners „Ruth und Naemi“

von: 29.02.2008 bis: 12.05.2008

RuthundNaemi-unrestauriertAnlass der Ausstellung ist das wiedergefundene und nun restaurierte Gemälde „Ruth und Naemi“ von Julius Hübner (1806-1882). Seit 1945 galt das Gemälde als Kriegsverlust. Erst 2005 wurde es auf einem Berliner Flohmarkt entdeckt und an die Nationalgalerie zurückgegeben (ZDF Beitrag).

Das von Amelie von Hoff frisch restaurierte Werk wird räumlich wie argumentativ im Mittelpunkt dieser Kabinettausstellung stehen. Julius Hübner, dessen Name heute allenfalls noch im Zusammenhang mit der Düsseldorfer Malerschule bekannt ist, wird mit einer Werkauswahl vorgestellt. In einer zweiten Abteilung wird die Entstehungsgeschichte des Bildes sowie dessen Rezeption in der Kunst des 19. Jahrhunderts aufgezeigt.

Durch eine Fotodokumentation der Restaurierung wird zudem ein wesentlicher Arbeitsprozess im Museumsumfeld nachvollziehbar, der Besuchern sonst verborgen bleibt.

Diese Kabinettausstellung war auch Anlass zu einer Zusammenkunft zahlreicher Nachfahren von Julius Hübner zu einem gemeinsamen Ausstellungsbesuch.

CHRISTIES Auktion: Hübners ‚Bildniß des kleinen Adolph Jeremias‘

Heute 31.1.2000 werden in Düsseldorf Gemälde aus der Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt veräußert, um den Museumsneubau zu finanzieren. Aufgerufen wird auch ein Hübner:

1845-Junge mit Weinglas JULIUS HÜBNER 504x627 safeIn seinem Wvz 48 schreibt JH: „Bildniß des kleinen Adolph Jeremias“, den ich auf der Straße aufgefunden, als Page mit einem Becher Rheinwein. 1845 ausgestellt in Hannover – später in Bremen – gekauft von Hrn v. Speck in Leipzig 40Frd’or
eine Copie im Besitz der Mutter des Knaben in Dresden, später bei Arnold Kunsthdlg.

Mehr in unserem webMUSEUM.

Buchveröffentlichung: Julius Hübner: Leben und Werk eines Malers der Spätromantik

Dr. Birgid Monschau-Schmittmann hat im Herbst 1993 ihre Dissertation zu Julius Hübner in einem äußerst hilfreichen Buch vorgelegt.

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Es ist eine sehr umfassend und mit viel Recherche zusammengetragene Arbeit, die eine Momentaufnahme des Wissens um das OEuvre von Julius Hübner liefert und wichtige Themen herausgreift und exemplarisch vertieft. Ein „must“ für jeden, der sich mit dem Künstler Julius Hübner und der Düsseldorfer Malerschule beschäftigt.

Bonner Studien zur Kunstgeschichte, Band 7,
LIT Verlag Münster, Hamburg  |  ISBN 3-89473-559-7 (vergriffen)

 

webMUSEUM

 

Festschrift: „Weil ich ein Maler bin soll ich nicht dichten …“

Zu Julius Hübner als Buchillustrator und Poet.

Konrad Renger setzt sich in dem lesenswerten Beitrag von 1984 kritisch mit der Buchillustration und Dichtung von Julius Hübner auseinander.
Renger Festschrift 1984In seiner Festschrift zum 50 jährigen Bestehen des „ERASMUS ANTIQUARIAAT EN BOEKHANDEL, Amsterdam“ liefert er zugleich ein Verzeichnis aller Illustrationen von Julius Hübner.

Download Festschrift (pdf)

(mit freundlicher Genehmigung Erasmus Antiquariaat en Boekhandel B.V.)

Julius Hübner auf der Mathildenhöhe Darmstadt

22.7.-9.9.1979 Die Düsseldorfer Malerschule zu einem Abstecher auf der Mathildenhöhe in Darmstadt.

1979 Sticker

Dieser Sticker war jahrelang Zierde an Mutter Hübners Auto 😉

Eine Umfassende Werkschau der Düsseldorfer Malerschule; zunächst in Düsseldorf, dann in Darmstadt. Darin von Hübner zu sehen:
Die beiden wichtigen Werke: „Jung Düsseldorf“ (1839) und Pauline Hübner (1829)
Mehr dazu in unserem webMUSEUM.