Blick hinter die Kulissen …

Staffelei JHKaum jemand wird ahnen, welche vielfältige Arbeit kontinuierlich im Hintergrund geschieht, wenn es um Julius Hübner geht.
Heute geben wir daher mal einen kleinen Einblick in unsere Aktivitäten und die Ergebnisse, auch wenn sich das hier im Blog noch nicht gleich niederschlägt.

So konnten wir alleine im vergangenen Jahr über 60 unbekannte oder verschollene Werke von Julius Hübner zunächst dem internen Werkverzeichnis zuführen und zahllose Abbildungen von Arbeiten erlangen, von denen bislang nur die Titel bekannt waren.
Falsche Zuschreibungen wurden ebenso mit unserer Hilfe geklärt wie fehlende Bezüge, gerade bei Entwurfszeichnungen.

Wir fragen beispielsweise regelmäßig per Mail div. Häuser (Sammlungen / Museen) in Deutschland und dem Ausland nach Werken von Hübner an. Und wir sind sehr überrascht, wo wir überall fündig werden, auch wenn Antworten manchmal über ein Jahr auf sich warten lassen. Mail und Internet erleichtern uns die Arbeit enorm, die sonst nicht zu leisten wäre.

Ob zuletzt Tübingen (Bildnis J.S.Otto), Zwickau (Clara Schumann?), Stadtmuseum Berlin (Lida Bendemann), Nürnberg (Geiger Lipinsky), Kunsthalle Karlsruhe (Luther vertreibt den Teufel von der Wartburg), Potsdam, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (mit 6 Arbeiten!), London Victoria & Albert Museum, New York, Zürich, Basel, Altenburg oder das Westfälische Landesmuseum in Münster, die Liste ist länger, als es im Webmuseum derzeit noch zu sehen ist.

Und dann sind wir besonders dankbar, dass uns aus Nachlässen zahlreiche Arbeiten von Julius Hübner leihweise zur Bestandsaufnahme anvertraut wurden.

Dank unseres WEBmuseums und dieses Blogs werden inzwischen viele Kontakte automatisch an uns herangetragen oder durch unsere Recherche das doch recht große Puzzle nach und nach vervollständigt.

Daneben helfen wir bei der Vermittlung von Fotorechten wie zum Beispiel für das herausragende Werkverzeichnis Wilhelm Schadows durch Frau Prof. Cordula Grewe von der Columbia University oder für die Buchneuerscheinung „Die Düsseldorfer Malerschule“ von Christ Holtei im DROSTE Verlag.

Auktionshäuser klopfen bei uns zudem ebenso an wie Museen, Sammlungen und Privatpersonen. Das zeigt uns, dass unsere Arbeit am ŒUvre von Julius Hübner auch in der Fachwelt anerkannt und unsere Expertise genutzt wird.

Dazwischen Forschung an den Zusammenhängen, dem Netzwerk der damaligen Zeit, Texten und Briefen, die nach und nach übertragen werden. Also viel Korrespondenz, Recherche, Kontakt, was uns allerdings große Freude macht!

Diese Arbeit liegt primär in Händen von Dr. Friedrich Hübner in Kiel und mir. Wir beraten uns fast wöchentlich über die Neuzugänge und Fragestellungen.

Da wir diese Arbeit zwar möglichst wissenschaftlich professionell aber dennoch im Ehrenamt leisten, geschieht das in der Freizeit. Was dabei zu kurz kommt ist, diese Ergebnisse hier und im Webmuseum zeitnah zu veröffentlichen, zumal wir in Anbetracht der Fülle an Informationen mit einem anderen Websiteformat experimentieren.

So freuen wir uns, wenn Sie dennoch unser Engagement weiter begleiten und Geduld mitbringen, bis wir Ihnen die gehobenen Schätze präsentieren können. Dass das irgendwann und auch sukzessive geschehen wird, ist sicher. Doch davor steht sehr viel Detailarbeit und auch die Abklärung sämtlicher Bildrechte.
Wer uns weitere Hinweise zu Werken von Julius Hübner in Privatsammlungen geben kann, der ist bei uns stets besonders willkommen. Denn es sind oft die besonders lange verborgenen Schätze, die ein Rätsel lösen helfen. Dass wir den Privatsammlern dabei inzwischen oft „im Gegenzug“ neue Hintergrundinformationen zu vielen der Werke offerieren können, ist ein schöner Nebeneffekt.

So bleiben Sie weiter interessiert an JULIUS HÜBNER – wir sind es stets.

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