„Käthe Kruse“ aktuell in der ARD

… der Film endet 1925 … und so ging es – auf Julius Hübner bezogen – weiter:
Käthe Kruse Puppen wurden ab 1928 statt mit aufgemalten mit echten Haaren gefertigt. Und sie wurden von da an auch als große Schaufensterpuppen hergestellt. Der Auslöser:

1928 erhielt Käthe Kruse den Auftrag, Dioramen zum Thema „Das Europäische Kind“ anzufertigen. Es waren vier dreidimensionale Bilder in Goldrahmen nach Gemälden von bekannten Künstlern zu stellen. Das Englische Kind (Reynolds “Alter der Unschuld”), Das Spanische Kind (Velazquez: Infantin Margeretha im Alter von 3 Jahren”) Das Italienische Kind (Tizian: Töchterchen des Roberto Strozzi) und Das Deutsche Kind (Hübner: Des Künstlers Tochter Emma).
Emma Hübner auf dem Gemälde „Des Künstlers Tochter“ von Julius Hübner (1834) war die Vorlage für Käthe Kruses „Deutsches Kind“ oder die „Puppe VIII“. Käthe Kruse, die sich diese Vorlage ausgewählt hatte, musste in Anbetracht des Zopf flechtenden Mädchens von ihrer Überzeugung für bemalte Porzellanköpfe abweichen und spendierte ihren Puppen von da an handgeknüpfte Echthaarperücken.

Emma und Puppe8

li: Original von J. Hübner (1834) | re: Nachgestellte Szene von Käthe Kruse (1928)

 

Wie eine dieser ersten Käthe Kruse Puppen aussah, die der Familie Hübner von Käthe Kruse geschickt wurde, entdeckten wir erst neulich auf einem alten Foto (s.u.).

Käthe Kruse Puppe 1929 - safe

Erste Käthe Kruse „Puppe VIII“ bei Familie Hübner (1929)

 

Mehr über die Geschichte in unserem webMUSEUM.

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