Nationalgalerie Berlin: Verlust und Wiederkehr

Fr 10. Dezember 2010 – So 6. März 2011

Ausstellung in der Alten Nationalgalerie, Berlin

VerlustWiederkehr_198e-1Verlorene und zurückgewonnene Werke der Nationalgalerie
Weit über 800 Werke sind im Laufe des Zweiten Weltkriegs aus der Sammlung der Nationalgalerie tragischerweise verloren gegangen. Fast 600 Gemälde davon stammten aus dem 19. Jahrhundert. Diese Zahl entspricht etwa einem Drittel des heutigen Bestandes der Alten Nationalgalerie. In der jüngeren Vergangenheit tauchten immer häufiger Kunstwerke, die bis dahin als unauffindbar galten, wieder überraschend im Kunsthandel auf und konnten glücklicherweise für die Nationalgalerie zurückgewonnen werden.
Unter diesen Rückerwerbungen waren Meisterwerke von Künstlern wie Carl Blechen, Wilhelm Ahlborn, Ferdinand Waldmüller, Johann Erdmann Hummel und Julius Hübner. Die heimgekehrten Gemälde werden nun ab Dezember im Rahmen einer Kabinettausstellung in der Alten Nationalgalerie der Öffentlichkeit präsentiert. Da „Kriegsverluste“ ein vielfach diskutiertes und hochaktuelles Thema sind, wird die Ausstellung zudem von einem dokumentarischen Teil ergänzt: Bestandslisten, Auslagerungslisten, Leihvorgänge mit Institutionen und Vorkriegs-Fotos aus den Archivbeständen der Staatlichen Museen zu Berlin sollen Einblicke in die spannende „Biographie“ einiger verlorener Kunstwerke geben.

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