Julius Hübner im Nationalmuseum Warschau

Heute Post aus Warschau. Unsere internationalen Recherchen in den Museen bringen nach und nach weitere Werke von Julius Hübner zum Vorschein. Heute 12 Zeichnungen aus dem Nationalmuseum Warschau, darunter eines der ganz frühen Selbstportraits. Sie stammen ursprünglich tlw. aus dem Schlesischen Museum für bildende Künste, Breslau.

Hier zeigen wir eine erste Übersicht. Eine detaiilierte Abbildung und Vorstellung jeder einzelnen Zeichnung folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Folie2

Folie1

Wir danken dem Muzeum Narodowe w Warszawie für die Bereitstellung dieser Abbildungen.

Weitere Zeichnungen von Julius Hübner finden Sie in unserer Zeichenmappe.

Pauline Bendemann II ist wieder da!

Wir freuen uns sehr, dass uns die Besitzer dieses Bildes eine Farbabbildung für unser WebMUSEUM überlassen haben. Lange konnten wir das Bildnis nur in schwarzweiss zeigen und kannten den Standort nicht, das ist seit heute anders. Vielen Dank dafür!

1851 Pauline Bendemann II 500x680 safe

Mit dem Name „Pauline Bendemann“ hat es eine besondere Bewandnis. Wo gibt es schon in einer Familie drei namensgleiche Familienmitglieder, die alle an einem 28. September geboren wurden. Den Anfang machte Julius Hübners Ehefrau, geboren 28.9.1809.

Hier sehen wir Pauline Bendemann II (geb. 28.9.1841 in Merseburg) im Alter von 10 Jahren. Sie ist die Tochter von Emil und Ottilie Bendemann. Der Vater ist der älteste Bruder von Pauline Bendemann* (verh. mit Julius Hübner) und dem Maler Eduard Bendemann.
Julius Hübner war ihr Onkel.
Am 29.9.1866 heiratete sie Franz Hübner, den Sohn von Julius Hübner und damit heirateten Vetter und Cousine.

Wir nehmen diesen Vorgang zum Anlass dafür zu werben, dass Sie uns Fotografien aus Ihren Privatsammlungen vertrauensvoll zur Verfügung stellen. So können wir das Gesamtwerk von Julius Hübner mit Ihrer Hilfe weiter vervollständigen.

Pauline Bendemann II im WebMUSEUM

Schon gewußt: Sie können automatisch unsere Neuigkeiten in diesem Blog per Mail erhalten.
Einfach in der rechten Spalte Ihre Mailadresse hinterlegen.

 

 

Briefmarke zum 210. von Julius Hübner

Ab sofort gibt es eine Sondermarke anlässlich des 210. Geburtsjahres.

Briefmarke Julius Hübner 2016_crop

Dank der Möglichkeiten von „BRIEFMARKE individuell“ kann man nun das Selbstportrait von 1859 zum Versenden von Briefen nutzen. Wer daran interessiert ist, kann von uns die Marke in Bögen von je 20 Stück zum Selbstkostenpreis erhalten. Wir sammeln zunächst die Wünsche, um daraus eine Preiskalkulation zu machen. Viele Bestellungen senken natürlich die Produktionskosten.Briefmarkensatz Julius Hübner 2016

Ja, ich habe Interesse an X Anzahl Briefmarkenbögen Julius Hübner. info(at)juliushuebner.de

Digitale Sammlung 2.0 der Zeichnungen von Julius Hübner

Die Arbeit hat sich bereits jetzt gelohnt. Binnen 10 Tagen ist die Sammlung auf knapp 150 Zeichnungen angewachsen. Und über 200 weitere Arbeiten von Julius Hübner warten darauf, um dort ebenfalls vorgestellt zu werden. Die Resonanz ist uns Ansporn, diese Darstellungsform weiter auszubauen. Es lohnt sich, jetzt erneut in der Sammlung zu blättern und neue Zusammenhänge zu entdecken. Viel Vergnügen.

Zeichnungen Buch Titel cut shadow

Haben Sie als Sammler oder Institution Zeichnungen, die hier noch nicht aufgeführt sind? Dann geben Sie uns bitte eine Nachricht, damit wir das mit Ihrer Hilfe vervollständigen können.

Logo JH Webmuseum1-1

 

Erste Digitale Sammlung der Zeichnungen von Julius Hübner

Vorwiegend aus Privatbesitz sind die ersten 100 Zeichnungen, die wir von Julius Hübner aus unseren umfangreichen Datenbeständen in einer digitalen Zeichenmappe zusammengestellt haben. Es ist erst der Anfang. Hunderte weiterer Zeichnungen warten darauf, in diese digitale Sammlung aufgenommen zu werden.

Klicken Sie einfach auf das Buch:

Zeichnungen Buch Titel cut shadowViel Freude beim Blättern durch das hier zunächst nur grob struktrierte zeichnerische Werk von Julius Hübner. Es lohnt sich, auch wegen der fortlaufenden Ergänzungen regelmäßig hineinzuschauen.

Logo JH Webmuseum1-1

 

Selbstbildnis im Dreiviertelprofil

Bei Bassenge in der Auktion am 27.11.2015: Drei Zeichnungen von Julius Hübner, darunter dieses Selbstbildnis:

Selbstbildnis im Dreiviertelprofil (1828)

JH: Selbstbildnis im Dreiviertelprofil (Abb: Galerie Bassenge, Berlin)

Ein bemerkenswertes Selbstbildnis aus seiner frühen Zeit an der Düsseldorfer Akademie, das wir hier zusammen mit dem Aquarell Bendemann – Hübner von 1827 zeigen.  Wie sich die Bilder gleichen …

1827 Bendemann-Hübner - safe 500x595

JH: Doppelportrait Bendemann Hübner (1827)

Das Aquarell von 1827 ist in unserem WEBmuseum zu sehen.

Quadrierte Farbenskizze zu „Emma“ (1834)

Ganze 12 x 5,6 cm klein ist die quadrierte Farbenkizze, die Ausgangspunkt für Hübners Bildnis seiner Tochter Emma (Museum Schäfer in Schweinfurt) im Jahre 1834 war.

1834 Emma Quadrierte Farbenskizze

Des Künstlers Tochter Emma – Quadrierte Farbenskizze (Düsseldorf 1834)

Mit der Wiederentdeckung dieser kleinen filigranen Arbeit ist ein weiterer Mosaikstein rund um die Entstehung des Bildes gefunden worden. Wir danken den Besitzern für die Zustimmung zur Veröffentlichung in unserem WEBmuseum, in dem es ab sofort zu finden ist.

Emma Hübner – quadrierte Farbenskizze (1834)

Düsseldorfer Malerschule und Bendemann im Schwurgericht ?

Freiwillig ein Schwurgericht besuchen? Wer sich dieser Tage in Naumburg darauf einlässt, wird bereits im zentralen Treppenhaus beim Hinaufsteigen – einer Dramaturgie gleich – erst nur des toten Abel und dann nach und nach der einzelnen Figuren des großen Gemäldes „Der Tod Abels“ von Eduard Bendemann gewahr.

schwurgericht_naumburg_e_bendemann 700x357

E. Bendemann: „Der Tod Abels“ (1864) Foto: Guido Siebert

Das Gemälde ist Anlaß, Kostproben der Düsseldorfer Malerschule zu den Kunstinteressierten nach Naumburg und Umgebung zu bringen. Eine kreative, naheliegende Idee, die von dem „Kunst in Naumburg e.V.“ und dem Kurator Guido Siebert mit viel Enthusiasmus umgesetzt wurde.Poster

Auch wenn in dieser Düsseldorfer Malerschule kein Julius Hübner vertreten ist, finde ich eine Erwähnung dieser besonderen Ausstellung rund um den Malerkollegen, Schwager und Freund von Julius Hübner in diesem Blog erwähnenswert. Spätestens in dem vielfältigen Rahmenprogramm kommt die enge Verbindung Bendemann – Hübner mannigfach zum Tragen.

IMG_9818_crop 770x448

Bendemann erklärt Bendemann Foto: Guido Siebert

Ein Vortrag von Michaela von Bendemann über ihren Vorfahren war eines der gut besuchten Highlights.

Noch bis zum 30. August 2015 ist diese ungewöhnliche Ausstellung mit Gemälden der Düsseldorfer Malerschule und Studien-Zeichnungen von Eduard Bendemann zu seinem Monumentalgemälde „Der Tod Abels“ im Naumburger Schwurgericht zu sehen. Ein umfassender, wertiger Katalog lädt zur anschließenden Vertiefung ein.

Hingehen und zugleich Naumburg entdecken.

http://www.brudermord-im-schwurgericht.de

Das große Familien-Triptychon – im WEBmuseum

Familientryptichon im WEBmuseum

Im Zeitraum von acht Jahren entstand sukzessive das Triptychon, in dem Julius Hübner seine gesamte Familie mit seinen sechs Kindern lebensgroß „ins Bild setzte“. Er muss schon zu Beginn eine genaue Vorstellung davon gehabt haben, wie die drei Bildteile später eine Einheit werden. Offenbar war die Geburt des letzten Kindes Martin 1846 Anlass, das 1842 begonnene Werk nunmehr zu vollenden.

1846 Fanny und Franz - Vorstudie zum Triptychon

Studie zum Triptychon

Diese Momentaufnahme der gesamten Familie Hübner ist jetzt mit deutlich besseren Abbildungen, umfassenden Erläuterungen und den verfügbaren Entwürfen im WEBmuseum Julius Hübner aktualisiert worden. Ein Besuch lohnt sich.  ( ZUM FAMILIENTRIPTYCHON )

WEBmuseum

Theatervorhang der 1. Semperoper

Der Vorhang zum 1. Hoftheater Dresden (Semperoper) ist neben dem Fürstenzug eines der beiden Monumentalwerke, deren Anfertigung an Julius Hübner herangetragen wurde.

Vorhang Semperoper von Julius Huebner

Blick in das erste Hoftheater Dresden auf den Vorhang von Julius Hübner – Postkarte um 1842 nach einer kolorierten Radierung von Johann Carl August Richter (1785-1853)

1869 Brand des Ersten Königlichen Hoftheaters Dresden28 Jahre lang war der Vorhang bis zum Brand des Opernhauses 1869 beliebter Blickfang für die Dresdner Opernbesucher.

1882 Vorhang Julius Hübner im Neuen Theater Leipzig - safe

Foto vom Innenraum des Neuen Theaters Leipzig (um 1882) mit dem Vorhang nach dem Dresdner Entwurf von Julius Hübner.

Wenig bekannt ist, dass zur Eröffnung des erneuerten Leipziger Opernhauses am 1. August 1882 eine zweite Fassung dieses Theatervorhangs entstand.

Erstmals kann man sich einen Überblick über alle dazu bekannten Arbeiten verschaffen
– in unserem WebMUSEUM.

„Käthe Kruse“ aktuell in der ARD

… der Film endet 1925 … und so ging es – auf Julius Hübner bezogen – weiter:
Käthe Kruse Puppen wurden ab 1928 statt mit aufgemalten mit echten Haaren gefertigt. Und sie wurden von da an auch als große Schaufensterpuppen hergestellt. Der Auslöser:

1928 erhielt Käthe Kruse vom Kaufhaus Oberpollinger in München den Auftrag, zum Muttertag „Schaufensterdecorationsbilder“ anzufertigen. Es waren lebensgroße „Kinderszenen aus vier Ländern“ nach Gemälden von bekannten Künstlern zu stellen. Das Englische Kind (Reynolds “Alter der Unschuld”), Das Spanische Kind (Velazquez: Infantin Margeretha im Alter von 3 Jahren”) Das Italienische Kind (Tizian: Töchterchen des Roberto Strozzi) und Das Deutsche Kind (Hübner: Des Künstlers Tochter Emma).
Emma Hübner auf dem Gemälde „Des Künstlers Tochter“ von Julius Hübner (1834) war die Vorlage für Käthe Kruses „Deutsches Kind“ oder die „Puppe8“. Käthe Kruse, die sich diese Vorlage ausgewählt hatte, musste in Anbetracht des Zopf flechtenden Mädchens von ihrer Überzeugung für bemalte Porzellanköpfe abweichen und spendierte ihren Puppen von da an handgeknüpfte Echthaarperücken.

Emma und Puppe8

li: Original von J. Hübner (1834) | re: Nachgestellte Szene von Käthe Kruse (1928)

Wie eine dieser ersten Käthe Kruse Puppen aussahen, die der Familie Hübner von Käthe Kruse zum Dank für die Mitarbeit geschenkt wurde, entdeckten wir erst neulich auf einem alten Foto (s.u.).

Mehr über die Geschichte in unserem webMUSEUM.

Erste Käthe Kruse

Erste Käthe Kruse „Puppe8“ bei Familie Hübner (1929)

Der Schadowkreis in der Dauerausstellung Kunstpalast Düsseldorf

Das nach einer Idee von Julius Hübner auf der Romreise entstandene Kollektivgemälde „Der Schadowkreis – Die Familie Bendemann und ihre Freunde“ (um 1832) vom Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld wurde als Dauerleihgabe in die ständige Ausstellung des Museum Kunstpalast Düsseldorf gegeben.

Hier kann es nunmehr unter den Repräsentanten der Düsseldorfer Malerschule an prominenter Stelle besichtigt werden. Ich habe eine Geschäftsreise für einen Kurzbesuch genutzt.

Bendemann, Mädchen am Brunnen (1833)

Bendemann, Mädchen am Brunnen (1833)

Schön die Blickachse hin zu Bendemanns Bild aus dem selben Zeitraum.

1832 Schadow-Kreis 660x458 safe

Wer erfahren möchte, wer auf dem Gemälde wen malte, der findet die Lösung in unserem WEBmuseum, indem er mit der Mouse auf die jeweils dargestellte Person fährt.

Schon gewusst: Julius Hübner wurde auf den Tag genau 50 Jahre nach Mozart geboren.

Frohe Weihnachten !

Wir wünschen allen Freunden von Julius Hübner ein Frohes Weihnachtsfest mit seinem Tannenbaum!

Julius Huebner Sayn-Wittgenstein Brief 1856 Collage safe

Autograph (1856) von Julius Hübner an Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, der Lebensgefährtin von Franz Liszt.

Wir untermalen diesen Wunsch mit der Illustration eines Weihnachtsbriefes von Julius Hübner, den er 1856 an Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, geb. v. Iwanowska, der Lebensgefährtin von Franz Liszt richtete.
Mittelpunkt des Briefes sind zwei große Zeichnungen „Carl und Friedrich“, die er im Januar 1856 nach seinen beiden Oelgemälden (Carl V. in Juste und Friedrich der Große) in ihrem Auftrag für sie angefertigt hatte.

Carl und Friedrich b&w safe

Julius Hübner: Carl V im Kloster San Yuste und Friedrich II in Sanssouci (Oelgemälde von 1855) Klassik Stiftung Weimar

Diese beiden Zeichnungen sind von ihm im Tannenbaum erkennbar angedeutet worden.

Dieser Autograph wurde uns von einem privaten Sammler in diesen Wochen angeboten. Wir freuen uns, dass er nun rechtzeitig zu Weihnachten Bestandteil unserer Sammlung ist.

webMUSEUM

 

Einmal in Emmas Kleid schlüpfen – Tolle Idee für Kinder im Museum

Kindern Kunst näher bringen – das macht diese Tage das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt auf originelle Art und Weise.

6306121_1_1II8G1

Emmas Kleid: Museumspädagogin Birgit Höhl vor dem Gemälde von Julius Hübner und dem Kleid, das Schülerinnen geschneidert haben. (Foto: Josef Lamber) – Mit freundlicher Genehmigung der Main-Post.

Man nehme: Eine gute Idee, das Bildnis von Emma Hübner, 1834 gemalt von Julius Hübner, motivierte Schülerinnen der zwölften Klasse der Maria-Theresia-Berufsfachschule und rekonstruiere im Nähkurs die Kleidung der damaligen Zeit – zum anfassen und anprobieren. Motto: „Einmal in Emmas Kleid schlüpfen“

Mitmachbuch Titel

Mein Museum Georg Schäfer – Ein Mal- und Mitmachbuch

Die MAIN-POST hat hierüber soeben berichtet.  Kuratorin Dr. Karin Rhein und ihr Team haben neben Hübners Emma auch Werke von Spitzweg, Corinth oder von Stuck in das Konzept für Kinder einbezogen.

Mitmachbuch S16-17-safe

Dazu ist soeben das „Mal- und Mitmachbuch“ herausgekommen, das die Kinder bereits mit großer Begeisterung aufgenommen haben. Es ist im Kunstbuchcafé des Museums und in Kürze auch im Handel erhältlich.

Mehr zu Emma hier im Blog und in unserem webMUSEUM.

 

Stadtkirche / Frauenkirche Meißen: Christus (1845)

Die systematische Kontaktaufnahme mit den Kirchen, für die Julius Hübner seinerzeit Werke schuf, hat uns ein weiteres Werk wieder sichtbar gemacht. Das Altarbild „Christus auf Wolken stehend über dem Grabe“ für die Frauenkirche (Stadtkirche) in Meißen.

1843 Christus auf Wolken, Frauenkirche Meißen

Julius Hübner | Christus auf Wolken (1845) | Foto: Daniel Bahrmann, Meißen

Ursprünglich hatte der Meißner Künstler Ludwig Haach (1814-1842) den Auftrag für das Gemälde. Da dieser allerdings in Rom verstarb, sprang Julius Hübner – durch Scheinerts Vermittlung – ein und malte das Bild. (Begonnen Juni 43 / übermalt im Juni 44 / beendet im Januar 45 / JH Familienbuch N°39)

Das Altarbild kann derzeit (2014) nicht besichtigt werden, da die Kirche umfassend saniert wird und alle Kunstwerke ausgelagert sind.

Das Foto stammt von dem vorzüglichen Fotografen Daniel Bahrmann, der das Bild noch vor den Restaurierungsarbeiten fotografiert hatte. Er hat uns das Bildnis freundlicherweise zur Verfügung gestellt, so dass wir es hier und demnächst auch in unserem WebMUSEUM zeigen können.

Hier gibt es mehr beeindruckende Bilder über die Sanierung der Frauenkirche von Daniel Bahrmann.

Hier ein Link zur Frauenkirche und dessen Förderverein.

Julius Hübner wurde zum Dank für das „Einspringen“ und dieses damals vielgelobte Gemälde, dessen Honorar er stiftete, Ehrenbürger der Stadt Meißen.

 

webMUSEUM

Auferstehung (1845) in Dommitzsch

Es ist eine der weiteren Wiederentdeckungen in diesem Jahr: Die „Auferstehung“ in der Marienkirche in Dommitzsch (Nordsachsen).

1845 Auferstehung Kirche Dommitzsch 500x807

Julius Hübner | Auferstehung (1845)

Das Werk galt als verschollen, hängt aber seit 1845 in der wunderbar schlichten Marienkirche in Dommitzsch an der Elbe.

Pfarrer Matthias Kopischke öffnete mir auf der Rückreise von Berlin früh morgens seine Kirche für einen Besuch.

Im JHWvz Unter N°43 schreibt Julius Hübner zu seinem Bilde:

Altarbild für Dommitzsch bei Torgau Christus auf Wolken stehend, unten am Grabe die beiden Engel zu den Worten: Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Angefangen nach Emmas Tode, die Zeichnung im März. / untermalt vor Weihnachten 44. / Beendigt zur Ausstellung 45. Aufgestellt im Novbr. in Dommitzsch, Sonntag nach der Todtenfeier. /:Advent 23 Novbr.?:/ Festmahl-Aufenthalt in Pülswerda bei Graf Seydewitz. – Ist recht gut beleuchtet. Preis 500 rth.

 

Heute steht das Werk zwar nicht mehr am Altar, hängt aber an prominenter Stelle im Kirchenschiff. Sehenswert auch der Blick von der Empore auf das Bild.

 

collage

Clara Schumann: Komposition für Hübners

SCHON GEHÖRT ?

Clara Wieck-Schumann (1819-1896), Ehefrau von Robert Schumann, komponierte ihr letztes Werk “für ihre Freunde Julius und Pauline Hübner zur Goldenen Hochzeit”.

Marsch in Es-Dur (1879) Original für Klavier zu vier Händen.

Schumann-Clara Marsch Es-Dur Cover - Kopie

 

Ohne Opuszahl
Tempo: lebendig
Dauer: 6 Min.

Als Julius und Pauline Hübner 1879 ihre Goldene Hochzeit feiern konnten, „war guter Rath teuer“, was Clara Schumann ihnen schenken sollte, doch dann hatte ihre Tochter Marie die Idee, die Mutter solle einen Marsch komponieren und darin Robert Schumanns Duett „Großvater und Großmutter“ anbringen. So entstand nach mehr als 20jähriger Pause Clara Schumanns allerletzte Komposition, ihr Marsch in Es-Dur für Klavier zu vier Händen, der erst 1996 von Gerd Nauhaus publiziert wurde. Die zweihändige Fassung, die Clara ihrer Tochter Elise schenkte, ist hingegen bis heute unveröffentlicht geblieben. Clara widmete den Marsch, in dem sich auch Anklänge an Schumanns „Manfred“ finden, „Den lieben Freunden Julius und Pauline Hübner als Festgruß zum 21 Mai 1879“. Julius Hübner sandte Clara ein warmes Dankschreiben samt einem gedruckten Gedicht „Der neue Polykrates“.
Text: Schumann Portal

Mehr dazu auch im webMUSEUM.

 

Altarbild (1834) Kirche zu Meseritz (heute Miedzyrzecz, PL)

GEFUNDEN! Auch dieses Werk existiert noch:

231252

Julius Hübner | Christus und die Evangelisten (1834)

 

Im Werkeverzeichnis schreibt JH dazu unter N°15:
„Altarbild für Meseritz[1] – Christus u. die Evangelisten, bestellt von Herrn Werner, einem wohlhabenden Fabrikanten in Ostrawa /:?:/ der eine Frau aus Meseritz gehabt hatte. Preis 1200 rt. 14 Fuß hoch und etwa 7 Fuß breit.“

Monschau-Schmittmann, S. 265 („Verschollene Gemälde“)

[1] Im 19. Jh. Kreisstadt in der Provinz Posen.
Heute: Miedzyrzecz, Woiwodschaft Lubusz

Schinkel, Chef der Oberbaudeputation, nahm regen Einfluss auf das Bauwerk und regte auch die Beauftragung von Hübner an. Er hat zudem für das Altargemälde von Julius Hübner den Rahmen entworfen: zwei korinthische Pilaster (Wandpfeiler) unter einem von einem Kreuz gekrönten Architrav (auf Säulen ruhender Querbalken).

Mehr dazu demnächst im Webmuseum.

Meseritz Altarbild Postkarte(Postkarte: Kanzel wurde nach 1945 entfernt)

Werkverzeichnis vollständig übertragen

Es ist vollbracht. Dr. Friedrich Hübner aus Kiel hat in mühevoller Arbeit aus JHs handschriftlichem „Familienbuch“ die Übersicht „Meine Arbeiten“ wissenschaftlich exakt übertragen. Es ist eine Fundgrube von wichtigen Zusatzinformationen zu den wesentlichen Werken, die damit allen Interessierten als Primärquelle zur Verfügung stehen.

Ein Personenregister der darin Genannten rundet das Verzeichnis ab.

Das Werkeverzeichnis kann ab sofort bei uns bezogen werden.

Werkeverzeichnis und Personenrgister JH

In einem nächsten Schritt werden die relevanten Zusatzverzeichnisse und Kataloge ausgewertet, um endlich einen Gesamtüberblick aller Werke von Julius Hübner zu erlangen und das Webmuseum weiter auszubauen.

… auf den Hund gekommen ?

1851 Der Hund Ali

Julius Hübner | Der Hund Ali (1851)

Es war etwas in Vergessenheit geraten, dass in der Familie eine Gelegenheitsarbeit von Julius Hübner existiert, die den Hund „Ali“ zeigt. „Unser Hund Ali, lebensgr., vor dem Camin sitzend, à la prima, zu Hause gemalt.“
Der Kamin dürfte den Kennern bekannt vorkommen. Rasch ein Foto, und nun darf Ali im Webmuseum sehen und gesehen werden …

Eine Speisekarte

Entworfen 1850 von JH für einen Wandfries, wurde diese Speisekarte 1870 in “Deutsche Bilderbogen für jung und alt” veröffentlicht. Eines der raren Blätter konnten wir aktuell für unser virtuelles Museum auftreiben.

Speisekarte

Warum haben Käthe Kruse Puppen seit 1928 echte Haare?

… weil Emma Hübner auf dem Gemälde „Des Künstlers Tochter“ von Julius Hübner (1834) die Vorlage für Käthe Kruses „Deutsches Kind“ oder die „Puppe8“ war. Käthe Kruse, die sich diese Vorlage ausgewählt hatte, musste in Anbetracht des Zopf flechtenden Mädchens von ihrer Überzeugung für Porzellanköpfe abweichen und spendierte ihren Puppen von da an handgeknüpfte Echthaarperücken.

Emma und Puppe8

li: Original von J. Hübner (1834) | re: Nachgestellte Szene von Käthe Kruse (1928)

Wie eine dieser ersten Käthe Kruse Puppen im Kreise der Familie Hübner aussahen, entdeckten wir erst neulich auf einem alten Foto (s.u.).

Mehr über die Geschichte in unserem webMUSEUM.

Erste Käthe Kruse "Puppe8" bei Familie Hübner (1929)

Erste Käthe Kruse „Puppe8“ bei Familie Hübner (1929)

 

Ein Museumskoffer für Emma

Die Museumspädagogen des Museum Georg Schäfer in Schweinfurt planen einen Museumskoffer zum Bildnis von Emma, der beim Besuch von Schulklassen mehr zum Umfeld der dargestellten Emma vermittelt. Eine schöne Idee. So waren wir dem Museum gerne mit Hintergrundinformationen behilflich.

020609-BA 004Emma hängt in der Dauerausstellung und ist ein beliebter Anziehungspunkt. Hin und wieder kommen auch Familienmitglieder (hier 3 Generationen) zu Besuch, wie das Foto von 2002 zeigt …

www.museumgeorgschaefer.de

Werkbeschreibung in unserem webMUSEUM

 

Das Goldene Zeitalter – wiedergefunden auf der Krim

Es ist Touristen zu verdanken, dass sie 2009 in einer Ausstellung im Museum in Simferopol bei einer ganzen Reihe von Werken erkannten, dass diese aus deutschen Beständen stammten. Wie sich – auch bei dem „Goldenen Zeitalter“ von JH herausstellt, handelt es sich um Werke, die als Kriegsverluste deklariert waren.

1848 Das Goldene Zeitalter

[Im Webmuseum]

So ist zu hoffen, dass auch das Bild bei den Unruhen auf der Krim keinen Schaden nimmt und bald Gelegenheit besteht, ihm einen Besuch abzustatten.

Simferopol Kunstmuseum

Jedenfalls ist es das 3. Hauptwerk von Julius Hübner, was damit nach dem Krieg wiederentdeckt werden konnte.

Wallace Window in Ottawa, Illinois

Zufallsfund: Kaum zu glauben, aber Julius 1872 Wallace Window Ottawa ResurrectionHübner entwarf 1872 ein Glasfenster, welches dem Brigadegeneral William Hervey Lamb Wallace von seiner Wittwe Martha Ann Dickey zum Andenken in der Christ Church in Ottawa, Illinois gestiftet wurde.

Es dürfte die einzige Auftragsarbeit in die USA gewesen sein.

Ich habe Gelegenheit, das Fenster im März 2013 zu besichtigen, wenn ich in Chicago sein werde.

 

Nachtrag: Im Familienbuch ist dazu unter N° 144 folgende Information zu finden:

„Carton für ein Glasfenster, welches dem Brigadier William Hervey Lamb Wallace, der in der Schlacht bei Shiloh gegen die Südstaaten Amerika’s fiel, seine Wittwe Martha Ann Dickey ihm zum Andenken in der Christ Church zu Ottawa (Illinois) errichtete. Oben der -/- Auferstandene Christus, darunter der Engel, welcher den Stein vom Grabe hebt, ganz unten eine biographische Andeutung der Lebensmomente des Verstorbenen.

Abgeliefert im Fbr. 1872 u. von der Bestellerin mitgenommen nach Amerika. Die Malerei hat Leinweber u. Eichler in meinem Atelier, Hänsel (Glaser) das Brennen etc. übernommen.

Preis ds ganzen Bildes 55 Liv. Sterl. oder 364 Thlr. “

 

Christ Episcopal Church,ottawa-shadow
113 E. Lafayette St.,
Ottawa (Illinois) USA

Gern hält das Ohr dem Schmeichler still – Karton für Clara Schumann

Fundstück in der neu errichteten Deutschen Digitalen Bibliothek:

Dieses Blatt fertigte Julius Hübner für Clara Schumann als kleines Geschenk. Der Inhalt des Notenblatts ist ein Spaß, der nur vorgibt eine „musikalische Erstlings Composition“ zu sein. Die „Vertonung“ ergibt musikalisch keinen Sinn für eine Umsetzung:

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-1a

Blatt 2

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-2

Blatt3

1850 gern hält das Ohr dem Schmeichler still 1-3

Heute gefunden in der Deutschen Digitalen Bibliothek.

Hier mehr Informationen zum Inhalt.

Mehr dazu demnächst auch bei uns im webMUSEUM.

 

Todestag von Julius Hübner (1806-1882)

Vor 130 Jahren, am Di. 7.11.1882, verstarb Julius Hübner mit 76 Jahren an einer Rippenfellentzündung in seinem Haus in Dresden Loschwitz. Beigesetzt wurde er am 10. November d.J. auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden. Die Rede am Sarg in der Parentationshalle hielt Oberhofprediger Dr, Kohlschütter, der die Familie Hübner stets bei diesen Anlässen begleitete.
Das Grab war eine 3 Gräber umfassende Familiengrabstätte in der Reihe 3 in Abt. 4R, in der zunächst die 1875 verstorbene Tochter Fanny (Hübners 4. Kind) in der Mitte begraben wurde und dann links von ihr 1882 Julius Hübner und rechts von ihr 1894 ihre Mutter Pauline. Das Beerdigungsbuch vermerkt, dass es sich um eine „Monumentenstelle“ gehandelt hat. Die Famliengrabstätte existiert aus unerfindlichen Gründen bedauerlicherweise heute nicht mehr und wurde eingeebnet. Es wäre begrüßenswert, wenn Dresden hier zum Beispiel durch eine einfache Tafel die Stelle wieder kenntlich machen würde, wie es z.B. in Weimar gehandhabt wird.
CollageGefunden hat sich allerdings Fannys Grabkreuz, das mit anderen „Metallstücken“ nach der Auflösung der Grabstelle wenig sachgemäß eingelagert wurde. Der Friedhofsleiter ließ es restaurieren und gut sichtbar im Eingangsbereich des Johannisfriedhofs wieder aufstellen.
(Alle Informationen / Fotos verdanken wir Dr. Sigrid Schulz-Beer, Dresden)

webMUSEUM

 

Weltklasse – Die Düsseldorfer Malerschule

Heute eröffnet:

24.09.2011 – 22.01.2012
Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Weltklasse – Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

Katalog2011-2

In drei Galerien werden auf einer Ausstellungsfläche von 2300 qm bedeutende Kunstwerke aus dem eigenen Bestand sowie international renommierten Sammlungen gezeigt. Darunter auch eine seit Jahrzehnten nie dagewesene Anzahl von Werken von und auch mit Julius Hübner.

Ein beeindruckender Katalog in 2 Bänden ist dazu im Imhof Verlag erschienen (Ausstellungspreis € 49,-).
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Auswärtigen, Guido Westerwelle, und des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika, Philip D. Murphy.

Die Kunst der Aufklärung, National Museum of China, Beijing

Heute eröffnet

1. April 2011 bis 31. März 2012

Peking 2012In der Ausstellung mit ca. 450 Exponaten sind von Julius Hübner u.a. „Der Fischerknabe und die Nixe“ (1827/1828) zu sehen.
Konzeption und Organisation der Ausstellung sind das Gemeinschaftswerk der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München in Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Nationalmuseum in Peking.
Die Ausstellung wird maßgeblich durch das Auswärtige Amt finanziert und steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Staatspräsident Hu Jintao und Bundespräsident Christian Wulff.

Nationalgalerie Berlin: Verlust und Wiederkehr

Fr 10. Dezember 2010 – So 6. März 2011

Ausstellung in der Alten Nationalgalerie, Berlin

VerlustWiederkehr_198e-1Verlorene und zurückgewonnene Werke der Nationalgalerie
Weit über 800 Werke sind im Laufe des Zweiten Weltkriegs aus der Sammlung der Nationalgalerie tragischerweise verloren gegangen. Fast 600 Gemälde davon stammten aus dem 19. Jahrhundert. Diese Zahl entspricht etwa einem Drittel des heutigen Bestandes der Alten Nationalgalerie. In der jüngeren Vergangenheit tauchten immer häufiger Kunstwerke, die bis dahin als unauffindbar galten, wieder überraschend im Kunsthandel auf und konnten glücklicherweise für die Nationalgalerie zurückgewonnen werden.
Unter diesen Rückerwerbungen waren Meisterwerke von Künstlern wie Carl Blechen, Wilhelm Ahlborn, Ferdinand Waldmüller, Johann Erdmann Hummel und Julius Hübner. Die heimgekehrten Gemälde werden nun ab Dezember im Rahmen einer Kabinettausstellung in der Alten Nationalgalerie der Öffentlichkeit präsentiert. Da „Kriegsverluste“ ein vielfach diskutiertes und hochaktuelles Thema sind, wird die Ausstellung zudem von einem dokumentarischen Teil ergänzt: Bestandslisten, Auslagerungslisten, Leihvorgänge mit Institutionen und Vorkriegs-Fotos aus den Archivbeständen der Staatlichen Museen zu Berlin sollen Einblicke in die spannende „Biographie“ einiger verlorener Kunstwerke geben.

ZDF Morgenmagazin

Die Wiederentdeckung von „Ruth & Naemi“.

ZDF-morgenmagazin

Morgenmagazin vom 9. April 2008

Video abspielen

Das Gemälde der Nationalgalerie galt bislang als Kriegsverlust. Ein Besucher entdeckte es auf einem Berliner Flohmarkt. Es folgte eine schöne Geschichte, bis es wieder frisch restauriert in der Nationalgalerie Anlass für eine Kabinettausstellung wurde.

Mehr Informationen und Hintergründe auch im webMUSEUM